Magyar Agar

Magyar Agar: Wesen, Welpen, Nachrichten

www.AGILA.de

Geschichte der Rasse, Grundsätze des Richtens, Anregungen an die Richterschaft – von Levente Miklòs, Präsident des Ungarischen Windhundklubs, übersetzt von Dr. Arpad Asztalos, online gestellt im Windhund Journal.

Unter allen ungarischen Hunderassen ist der Magyar Agar am heterogensten und bietet bezüglich Zucht und Bewertung für heftige Diskussion Anlaß.

Zum besseren Verständnis hier ein historischer Rückblick:

Die Frage, ob es den Magyar Agar als Rasse überhaupt jemals gab, liegt im Dunkel vergangener Zeiten. Fanatische Liebhaber der Rasse behaupten felsenfest, daß die Hunde in unveränderter Form bereits bei der Landnahme der Magyaren (890 p C) existierten. Noch mehr Verblendete glauben sogar zu wissen, wie der Hund genau aussah, den unser berühmter Fürst Arpad “höchstpersönlich unter den Arm geklemmt hatte” und über den Verecke Paß in die neue Heimat schleppte. Nüchtern denkende Fachleute gehen davon aus, daß die magyarischen Nomaden als reitendes Jägervolk windhundähnliche Hunde mit sich führten, die wahrscheinlich von Windhunden im Osten, Mittelasien und Russland abstammten, bzw. sich mit diesen vermischten. Die Forschung hat die Frage bisher noch nicht beantworten können.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Magyar Agar schon vielfach erwähnt, während in dieser Zeit auch zahlreiche Greyhoundimporte aus England nach Ungarn kamen. Da diese Hunde von Pferdehändlern eingeführt wurden (Pferde und Hunde gehörten damals eng zusammen), kann angenommen werden, daß auch bezüglich der Fachausdrücke eine gewisse Parallele besteht. Direktimporte heißen angol (englisch), während in Ungarn geborene, bzw. dort gekreuzte “magyar” (ungarisch) genannt werden. Auch den sogenannte “Scholleneinfluß”, die landschaftsbedingte Unterschiedlichkeit von Rassen ist zu berücksichtigen. Diese Vielfalt der Rassen ist das Ergebnis der chemischen und biologischen Unterschiede von Boden, Wasser und Pflanzenwelt der verschiedenen Landstriche. Speziell auf ungarische Verhältnisse bezogen bedeutet dies, daß die Nachkommen der aus England importierten Pferde während mehrer Generationen schwerer und massiger wurden. Nun ist es denkbar, daß auch bei den aus England importierten Greyhounds eine ähnliche Entwicklung vollzog und dabei der Magyar Agar entstand.

Jagd mit Windhunden war früher ein Vorrecht des Adels. “Normalbürger” besaßen andersrassige oder gar Mischlingshunde, die durchaus erfolgreich Hasen und Rehe jagten. Zwangsläufig wurden diese Hunde (teils offen, teils geheim) mit Greyhounds gekreuzt. Da Windhunde schlechthin, doch insbesondere der Greyhound, in der Vererbung sehr dominant sind, ist es kein Wunder, daß die Nachkommen in ihrem Phänotyp dem Greyhound sehr ähnlich sahen. Nun, unabhängig davon, ob dabei eine neue Rasse entstanden ist oder nicht, Tatsache ist, daß im 2. Weltkrieg und während der folgenden Jahrzehnten auf Grund des Kriegsgeschehens, der wirtschaftlichen Situation, aber vor allem aus politischen Gründen die Rasse in Ungarn praktisch ausgestorben war. Das betrifft übrigens alle Windhundrassen in Ungarn; in den Zuchtbüchern der MEOE war bis in die Mitte der 60er Jahre keine einzige Windhundrasse eingetragen. Erst in der 2. Hälfte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts begann ganz offiziell die Rückzüchtung der Rasse. In Wirklichkeit begann erst dann die Ausformung der Rasse. Ich konnte diese Entwicklung unmittelbar beobachten, da die Szigethy – Brüder Kriegskameraden und gute Freunde meines Vaters waren.

image

Einfarbig rote, elegante MA-Hündin sehr guten Proportionen (sog. „Ziegelsteinformat“)

In der internationalen Kynologie gilt ein Land um so mehr, je mehr eigene Hunderassen es vorzuweisen hat. Aus diesem Grund hat die MEOE die zuvor geschilderte Entwicklung von Anfang an unterstützt. In dieser Zeit und auch einige Jahrzehnte danach konnte man noch gut erkennen, in welchem Magyar Agar wie viel Viszlablut fließt oder das vom Dobermann oder Deutschen Schäferhund u.a.

Bereits um diese Zeit waren eher die Begeisterung, der Idealismus und der verborgene Nationalstolz und weniger gute Fachkenntnis für die “Zucht” kennzeichnend. Als typisch für die Kurzsichtigkeit gilt beispielsweise, daß der damalige Vorsitzende des kurzzeitig selbstständig agierenden “Magyar Agar Klubs” auf einer internationalen Konferenz sich bemühte nachzuweisen, daß der Greyhound aus dem Magyar Agar herausgezüchtet wurde!

Trotz alldem gelang es Anfang der 70er Jahre, einen mehr oder weniger homogenen Bestand herauszuformen, der sich in einigen Rassemerkmalen vom Greyhound bereits unterschied – wenn auch auf den ersten Blick nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden konnte, um welche Rasse es sich eigentlich handelte. Hier begann aber auch das Problem, dessen Auswirkungen die Rasse auch heute noch scher belastet. Sie wurde auf Rennbahnen immer beliebter, auch im Ausland. Schnelle Hunde zu züchten war eine Ehre und bot zugleich einen erheblichen finanziellen Anreiz.

Gewissenlose, hemmungslose, herzlose und sich dabei noch als Apostel der Rasse betrachtende Gestalten begannen Greyhounds in die Magyar Agar einzukreuzen, und dies auch noch mit gefälschten Abstammungsnachweisen. Da auch die “greyhoundfreie” Abstammung der Mutterhündin sehr fraglich war, wurden diese Kreuzungen die großen Sieger auf den Rennbahnen. Aus dem Ausland strömten finanzschwere Interessenten n ach Ungarn (Hier und da wurden im Rahmen dieser unerträglichen “züchterischen Arbeit” sogar Whippets eingekreuzt!) Demgegenüber waren die wirklich Magyar Agar-typischen, aber verständlicherweise wesentlich langsameren Magyar Agars allmählich so gut wie gar nicht mehr einsetzbar.

Nun, man muß dabei auch ein kritisches Wort an die Richterschaft richten, die auf Ausstellungen nach dem Motto richtete “wenn ich so einer Kreuzung alle Titel vergebe, bekomme ich eben keine Probleme”. Die Hunde gewannen! Sie bekamen auf Europa- und sogar Weltsiegerausstellungen Titel sogar von Richtern, die noch nie in ihrem Leben einen reinrassigen Magyar Agar gesehen hatten. Aber die Hunde wurden internationale Champions. Bei den Züchtern, Rennbegeisterten und sogar bei den Funktionären galt indessen nur die alleinige Frage, wann endlich die Magyar Agar schneller als die Greys werden. Also kreuzen sie untereinander diese Mischlinge. Man nannte diese Hochhalbblüter Magyar Agar (ungarischer Windhund). Dies führte dazu, daß standardgerechte Exemplare unter den Rennhunden nur noch selten anzutreffen waren.

Es soll hier nicht verschwiegen werden, daß einige wenige begeisterte Agarliebhaber durchaus versuchten, standardgerechte Hunde zu züchten, aber die Beschaffung von geeigneten Zuchttieren stellte sich als schwierig heraus. Denn auch bei einem geeignet erscheinenden Magyar Agar war die wahre Abstammung unbekannt. Das Erbgefüge der Hunde lag im Dunkel. Die Ähnlichkeit der beiden “Richtungen” (standardgerechte sowie Rennhunde) haben wenig später ausländische (insbesondere aus Deutschland und Frankreich) veranlaßt, den “richtigen” Magyar Agar zu suchen. Sie boykottierten die Magyar Agar-Mischlingszüchter. Ein wichtiger Schritt war die noch nicht lange her durchgeführte Modifizierung des Standards. Obwohl durch die Mitwirkung einer “nicht kompetenten Person” die Überarbeitung ein klein wenig daneben gegangen ist!

Jetzt sind wir Richter endlich an der Reihe, die Rasse Magyar Agar endlich in Ordnung zu bringen. Wir befinden uns im vorsetzten Augenblick! Dazu möchte ich als einer, der die Rasse am längsten richtet, aber auch als Präsident des Klubs, der um die Magyar Agars mit dem richtigen äußeren Erscheinungsbild kämpft, einige Hilfen und Anhaltspunkte geben. Herausheben möchte ich die Aspekte, die den ungarischen Windhund zum “Magyar Agar” machen.

Das größte Problem ist die Ähnlichkeit des Magyar Agars mit dem Greyhound. Bei der Bewertung im Ausstellungsring muß eine solche Ähnlichkeit streng geahndet werden und umgekehrt die Unterschiede bzw. Abweichungen voneinander spürbar honoriert werden. Das rassetypische Erscheinungsbild ist vorrangig im Vergleich zu ev. Mängeln in der Anatomie.

image

Ein von lauter Fehlern behafteter Typ: höher als lang, allzu feiner Kopf ohne Stop, übertriebene Rückenwölbung, flacher Brustkorb, überwinkelt. Bewertung im Ring: allenfalls ein “genügend”.

Bei der Erstellung des ersten Standards stand die Frage offen, sollten die Hunde große, kräftige Tiere sein oder eher kleinere, ca 60 cm hohe, leicht gebaute Hasenjäger. Die Entscheidung fiel für die kräftige Variante. Bei der letzten Überarbeitung des Standards wurde die Widerristhöhe sogar weiter erhöht. Die Richter sollen deshalb nicht die kleinen, “katzenartigen”, sondern Hunde mit entsprechenden Proportionen und Masse, die sogenannten “großrahmigen” Exemplare bevorzugen, wobei aber Übertreibungen zu ahnden sind!
Gemäß Standard ist der Magyar Agar ein langrechteckiger Hund, d.h. seine Proportionen ähneln denen eines auf der Längsseite liegenden Ziegelsteines. Dies sollen wir unbedingt verlangen, da auch Geschwindigkeit und Ausdauer dieses Format verlangen. Demgegenüber sehen wir immer mehr Formate, die an einen auf seiner Kurzseite stehenden Ziegelstein erinnern, d.h. die Widerristhöhe übertrifft wesentlich die Körperlänge (wie z.B. beim Azawakh). Da dies jedoch für den Magyar Agar absolut untypisch ist, schlage ich vor, einem solchen Hund bestenfalls die Wertnote “genügend” zu vergeben, es sei, er ist bezüglich seiner anderen Eigenschaften vorzüglich. Aber auch in einem solchen Fall sollte die Formwertnote nicht besser als “gut” sein.

image

Magyar Agar Rüde weiß mit roten Platten, eleganter Typ. Aber von schlechten Proportionen (höher als lang, hochgestellt, „luftig“ – Bewertung im Ring: nicht mehr als “gut.

Der Knochenbau des Magyar Agars soll kräftig sein. Hunde mit allzu feinem Knochenbau, mit zierlichen “stäbchenartigen” Beinen und Katzenpfoten sollen wir nicht favorisieren.

Der Kopf ist sehr bedeutsam, denn er ist das wichtigste Rassemerkmal des Magyar Agar. Wir verlangen einen breiten Schädel mit ausgeprägtem Stop. Der Fang ist kräftig, es ist wünschenswert, daß die Kaumuskeln nahezu ohne Unterbrechung (Vertiefung) direkt im Fang münden. Die Schädeldecke ist eher flach als gewölbt. Der Fang ist ausdrücklich kräftig und auch beim Nasenspiegel nicht spitz. Bei einem wirklich guten Magyar Agar ist der Fang um einen Hauch länger als die Schädeldecke. Hunde mit schnabelförmigem Fang (betont spitz, ab dem Stop “abgeschnürt”, zu fein) sollten nach Möglichkeit nicht mit V beurteilt werden.

image

Sehr gut getragene Ohren von richtiger Größe und fleischiger Struktur. (Ch. Cserihegyi Befogod)

Sehr wichtig sind die Ohren. Sie sind ausgesprochen groß, kräftig, fleischig und dürfen keine Hängeohren sein. Trotz ihrer Dicke und Masse müssen es einwandfreie Rosenohren sein. Hunde mit einem solchen Kopf und solchen Ohren haben bei aufmerksamer Haltung einen typisch freundlichen Gesichtsausdruck. Magyar Agar mit kleinen, dünnen, ev. sogar Stehohren verdienen ebenfalls nicht die Formwertnote “Sehr gut”.

Und nun zum Rücken: Der Rücken der “Renntypen” ist zwar gerade, jedoch mit einem leichten Bogen. Demgegenüber ist der Rücken des Magyar Agars vollständig gerade und ziemlich lang.

Ein wichtiges Merkmal des Magyar Agars ist die Rute. Im Vergleich ist die Rute des Greyhounds ganz dünn und fein behaart (sog. Rattenschwanz), obwohl speziell Renngreys häufig eine kräftigere und gröber behaarte Ruten haben. Ein vorzüglicher Magyar Agar hat niemals einen “Rattenschwanz”. Wir verlangen im Ausstellungsring eine kräftige und dicke Rute, deren untere Kante von hartem Stichelhaar bedeckt ist.

Ein sehr wichtiges Merkmal ist die typische Unterlinie mit entsprechendem Brustkorb. Er ist nicht zu tief, d.h. er kann durchaus schon etwas über dem Ellbogen enden, jedoch sehr lang und stark gewölbt und mit sanftem Übergang in den nicht allzu stark hochgezogenen Bauch übergehend. Insbesondere bei Typen, die an einen hochkant gestellten Ziegelstein erinnern (aber auch bei andren Typen) finden wir manches Mal einen sehr tiefen, zugleich sehr kurzen Brustkorb, der plötzlich, nicht selten sogar mit einem Knick in den hochgezogenen Bauch übergeht (sog. Hühnerbrust). Auch dieses Merkmal erinnert etwas an orientalische Windhunde und an Ausstellungswhippets. Für Ma mit so einer Unterlinie halte ich sogar die Formwertnote “Sehr gut” für übertrieben. Solche Unterlinien sind häufig mit einer sogenannten “Löwenvorbrust” gepaart.

Das Haarkleid ist ein sehr wichtiges Merkmal. Der Greyhound hat kurze und sehr feine Haare (sog. Mausfell), der Agar dagegen längere und gröbere. Gegen den Strich gezogen fühlt sich das Haar quasi stachelartig an. Bei Ma, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, empfehle ich, keine bessere Formwertnote als “Gut” zu geben.

Die Beschreibung der Farbvarianten im Standard ist zwar ziemlich eindeutig, trotzdem können bei Deutung der Begriffe Irritationen entstehen. Vor nicht langer Zeit habe ich in Finnland gerichtet, wo ich eine black and tan Hündin aus dem Ring geschickt habe. Anschließend erfuhr ich vom Eigentümer des Hundes, daß er das Problem bereits öfters mit anderen Richtern diskutiert hat, wobei die Einschätzungen unterschiedlich waren. (Anzumerken ist, daß die Hündin bereits 9 Jahre und auch Champion ist). Der Hundebesitzer vertrat die Meinung daß die Hündin nicht b&t ist, da im roten Bereich Streifen zu erkennen sind. Ich möchte damit sagen, daß wir bei nicht erlaubten Farben nicht “großzügig”, sondern konsequent sein sollen. Unter “Blau” ist (auch) “stahlgrau” zu verstehen, wobei der Nasenspiegel immer grau ist.

Ich frage Sie, liebe Richterkollegen, womit wir einer Rasse mehr dienen, mit einer nachsichtigern oder umgekehrt mit einer eher strengen Bewertung? Ich bin für das Letztere. Mein Standpunkt ist, daß nur eine die Fehler entsprechend ihrer Schwere bewertende, sachliche Beurteilung einer Rasse nützt. Deshalb bitte ich Sie, wenn Sie Magyar Agar richten, Ihre Verantwortung ganz besonders ernst zu nehmen, um der Rasse aus der derzeitigen tragischen Lage heraus zu helfen.

Quelle: Windhund Journal

Posted by Diana On August - 14 - 2009 Rasse

Möchten Sie erfahren, wie das Leben mit einem Magyar Agar ist? Ich versuche mit Ihnen meine Erfahrungen zu verteilen. Der Magyar Agar ist eine tolle Hunderasse – ich denke, jeder Züchter würde es über “seine Rasse” behaupten, und ich bin sicher, alle hätten Recht. Wie das sein kann? Ich denke, die Menschen sind verschieden und haben natürlich verschiedene erwartungen von einem Hund. Einer möchte einfach einen ruhigen, netten Familienmitglied, der auch mit Kleinkinder klar kommt, der andere möchte einen starken Wachshund, einer liebt die kleineren Hunde, der andere mag die grössere Rassen. Es gint so viele Hunderassen, jeder kann die finden, die am besten zur erwartungen und zum Lebensstyl passt.

image

Aranyagi Utonallo Fabula, Champion Magyar Agar Hündin

Magyar Agar in der Alltagen

Alle Magyar Agars haben ihre eigene Persönlichkeit aber man kann trotzdem einige Sachen behaupten: am meisten sind die ungarischen Windhunde sehr ruhige Hunde und faulenzen gerne. Ja! Auch wenn es komisch klingt: eine der schnellsten Hunderassen schläft am liebsten auf dem Couch. Aber wenn wir ein bisschen besser nachdenken, ist das doch logisch: wenn ein Windhund den ganzen Tag herumlaufen und toben würde, hätte sie keine Energie mehr, wenn er plötzlich seine ursprüngliche Aufgabe erledigen sollte, und zwar das Jagen. Also der Magyar Agar ist ein ruhiger Typ, wenn er sich wenigstens einmal am Tag so richtig austoben kann.

Verhalten mit anderen Hunde

Verhalten mit anderen Hunde ist am meisten auch problemlos. Agressivität ist laut Magyar Agar Standard zuchtausschliessende Fehler. Ein Magyar Agar soll freundlich sein – aber wenn ein anderer Hund an ihn angreift, dann läuft der Agar nicht weg: er ist doch ein Jagdhund, der das Raubtier bekämpfen musste, egal ob Hase, Fuchs oder (selten) Wolf. Wir dürfen die Fähigkeiten des Magyar Agar nicht abschätzen!

Magyar Agar und Kinder

image

Meine Tochter Noemi mit der Magyar Agar Hündin Aranyagi Utonallo Fabula

Besteht die Familie aus Kleinkinder und Magyar Agar? Das darf auch kein Problem bedeuten, auch wenn das Baby später in die Familie kommt als der Hund.

Zusammenfassung

Wer einen sportlichen, aber ruhigen Hund sucht, der selbstbewusst ist, liegt bei Magyar Agar nicht falsch. Wer einen Hund möchte, der immer nach die Wünsche seines Besitzer sucht und dessen Ziel im Leben ist, Befehle zu folgen, sollte eher eine andere Hunderasse aussuchen.

Posted by Diana On August - 12 - 2009 Magyar Agar Top News Rasse

Die offizielle Magyar Agar (Ungarischer Windhund) Standard (Rassebeschreibung) mit Magyar Agar Fotos und meinem eigenen Interpretazion.

image

Cserihegyi Befogod, Champion Magyar Agar Rüde

FCI-STANDARD NR. 240 / 13. 09. 2000

Ungarischer Windhund (Magyar Agar)

ÜBERSETZUNG : Peter Weit.

URSPRUNG : Ungarn.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 06. 04. 2000.

VERWENDUNG : Jagd- und Hetzhund, der auf Sicht jagt. Dennoch ist sein Geruchsinn beachtlich. Er ist für Bahnrennen und Coursings besonders geeignet, wobei er sich vor allem auf längeren Strecken bewährt. Er ist ein sehr guter Begleithund und ein treuer Wächter.

Schon die Verwendung ist deutlich: der Magyar Agar ist ein Jagdhund. Im Whippet Standard steht zum Beispiel, dass der Whippet ein “racing dog”, auf deutsch: Rennhund ist. Rennen auf einer glatten, schönen Bahn auf 300-500 m und Jagd nach der Hase auf einem schweren Gelände mehrere km’s lang – zwei verschiedene Sachen, die verschiedene Körperaufbau, Anatomie brauchen.

KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 10 Windhunde.

Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde.

Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Der Magyar Agár ist eine urtümliche Jagdhunderasse. Sein Ursprung ist bis zur Zeit der Eroberung des Landes durch die Magyaren zurückzuverfolgen. Die bei Ausgrabungen gefundenen Schädelknochen sind ein Beweis dafür. Zur Erhöhung seiner Schnelligkeit wurde im 19. Jahrhundert die Rasse mit verschiedenen Windhunden vermischt.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Seine Erscheinung strahlt Kraft aus; der Knochenbau und die Muskulatur sind gut entwickelt. Elegant.

Oft sieht man im Ausstellungsring elegante, aber untypische Magyar Agars aber auch ganz im Gegenteil: schwere, “hundische” Agaren, die man schon am liebsten gar nicht als Windhund bezeichnet würde.

WICHTIGE PROPORTIONEN :

• Die Körperlänge ist etwas grösser als die Widerristhöhe.

• Die Länge des Nasenrückens entspricht ca. der halben Länge des Kopfes.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Unermüdlich, ausdauernd, schnell, abgehärtet und widerstandsfähig. Ausgezeichnet bei Hunderennen. Er ist auf manchen Strecken schneller als der Greyhound. Er ist von zurückhaltender Natur aber nicht scheu, ist verständig, intelligent und treu. Er ist wachsam; sein Instinkt, mit dem er Personen sowie Haus und Hof schützt, ist ausgeprägt, was aber nicht zu Aggressivität oder Bissigkeit führt.

image

Cserihegyi Balzsam, Champion Magyar Agar Hündin

KOPF : Von oben und von der Seite gesehen hat er die Form eines Keils mit ziemlich breiter Basis.

Sehr wichtig! Der Kopf eines Magyar Agars soll uns schon auf den ersten Blick verraten, dass es um einen Agar geht, nicht um einen Whippet oder Greyhound. Trotzdem muss man daran beachten, dass der ideale Magyar Agar Kopf keilförmig sein soll, mit flachem Oberkopf – Apfelkopf sehr untypisch und eher in einiger Whippetlinien zu finden ist.

OBERKOPF :

Schädel : Mässig stark, breit. Die Stirn ist relativ breit.

Stop : Ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Relativ gross, gut pigmentiert, mit grossen, weiten Nasenlöchern.

Fang : Kräftig, länglich, aber nicht allzu sehr zugespitzt.

Leider sieht man sehr oft zu kurzen Fang, oder einen mit super Länge aber zu schwach – obwohl es kräftig und länglich sein soll.

Lefzen : Gut schliessend, anliegend, gut pigmentiert.

Kiefer / Zähne : Mächtige, kräftige Kiefer; gut entwickeltes, kräftiges, und der Zahnformel entsprechendes vollzahniges Scherengebiss.

Backen : Kräftig, muskulös.

Augen : Mittelgross, dunkel, weder tiefgebettet noch hervorquellend. Lebhafter und intelligenter Ausdruck.

Ohren : Sie sind recht gross und ihr Gewebe ist dick. Die Ohren sind mittelhoch angesetzt und schmiegen sich als gut getragenes Rosenohr am Hals an. Wird die Aufmerksamkeit des Hundes erregt, werden sie aufgerichtet. Statt der leichten sind eher die schweren Ohren erwünscht. Ständig aufrecht getragene Ohren sind fehlerhaft.

HALS : Mittellang, doch elegant, trocken, muskulös, ohne Falten.

KÖRPER :

Widerrist : Gut entwickelt, muskulös, lang.

Rücken : Breit, gerade, straff, sehr gut bemuskelt.

Lende : Sehr breit, gerade, kräftig bemuskelt.

Kruppe : Breit, leicht abfallend, mit starker Muskulatur.

Die ganze Oberlinie soll gerade und breit sein, ausser der Kruppe, was leicht abfallend ist. Das heisst, einen Magyar Agar, der gewolbte obere Linie hat, gilt untypisch.

Brust : Der Brustkorb ist tief und stark gewölbt, um genügend Raum für die mächtige Lunge und das Herz zu bieten. Gut gewölbte, weit nach hinten reichende Rippen.

Bauch : Mässig aufgezogen.

RUTE : Die kräftige, dicke, mittelhoch angesetzte und sich nur mässig verdünnende leicht gekrümmte Rute reicht bis zum Sprunggelenk. Auf der Unterseite ist sie von drahtigem Haar bedeckt. In Ruhestellung wird sie senkrecht nach unten hängend getragen; in der Aktion kann sie bis zur Höhe der Rückenlinie erhoben werden.

Auch eine nicht seltene Fehler ist, dass der Magyar Agar eine dünne Rute hat, ähnlich wie so viele Greyhounds.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND : Die Vorderläufe sind kräftig und sehnig. Sie sind sowohl von vorne wie auch von hinten betrachtet gerade und parallel.

Schultern : Mässig schräg, beweglich, muskulös, lang.

Oberarm : Lang, etwas schräg, muskulös.

Ellenbogen : Sie schmiegen sich elastisch an den Brustkorb an. Sie sind beweglich und weder ein- noch ausdrehend.

Unterarm : Lang, gerade, von starkem Knochenbrau und trockener Muskulatur.

Vorderfusswurzelgelenk : Breit und kräftig.

Vordermittelfuss : Kurz und senkrecht.

Vorderpfoten : Relativ gross, länglich. Kräftige Ballen. Kräftige, kurz gehaltene Krallen.

Diese länglichen Pfoten nennt man “Hasenpfote” und typisch für die Rasse ist, im Gegenteil die kleine, runde Katzenpfoten sind eher für schnellen Rennhunde typisch.

HINTERHAND :

Allgemeines : Die Hinteläufe sind gut, aber nicht übermässig gewinkelt, stark bemuskelt und von guter Knochenstärke. Von hinten gesehen sind sie parallel.

Oberschenkel : Mächtig bemuskelt, mit eher länglich geformten Muskeln.

Kniegelenk : Mittelmässig gewinkelt, kräftig, weder nach innen noch nach aussen gedreht.

Unterschenkel : Lang, mit trockener Muskulatur.

Sprunggelenk : Kräftig, stark, tiefstehend.

Hintermittelfuss : Von hinten gesehen sowohl im Stand wie auch in der Bewegung parallel.

Hinterpfoten : Relativ gross, etwas länglich, mit kräftigen Ballen und Krallen.

image

Magyar Agar Hündin in Bewegung: Ch. Rokatkergetö Gyöngyszem

GANGWERK : Raumgreifender, elastischer Trab; von vorne und von hinten gesehen bewegen sich die Glieder auf einer parallelen Ebene.

HAUT : Relativ dick, sich überall gut anschmiegend, weder Ballen noch eine Wamme bildend.

HAARKLEID

HAAR : Kurz, dicht, rauh, glatt anliegend. Im Winter kann sich dichte Unterwolle in beträchtlicher Menge ausbilden.

Dicht und rauch – leider liegen die Formwertsrichter oft kaum oder gar keine Wert auf die Qualität des Haarkleides obwohl es wichtig bei einer Hunderasse ist, der ursprünglich ab Herbs bis Ende Winter im Freien arbeitet.

FARBE : Alle bekannten Farben und Farbkombinationen der Windhunde, mit ausnahme der unter ausschliessende Fehler aufgeführten Farben und Farbkombinationen.

GRÖSSE :

Die ideale Widerristhöhe beträgt : Für Rüden 65 bis 70 cm.

Für Hündinnen 62 bis 67 cm.

Nicht die in Zentimetern gemessene Höhe ist von grösster Bedeutung, sondern die Harmonie der Proportionen.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

  • Atypische Kopfform.
  • Vorbiss, Rückbiss, Kreuzgebiss.
  • Fehlen von einem Zahn oder mehrerer Zähne von den Schneidezähnen, den Eckzähnen, den Prämolaren 2-4 und den Molaren 1-2. Fehlen von mehr als 2 PM1; die M3 werden nicht berücksichtigt.
  • Entropium, Ektropium.
  • Farben Blau; Weiss; Braun; Wolfgrau sowie Schwarz mit Loh; Dreifarbigkeit.
  • Aggressivität.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Leider ist die Magyar Agar Rassebeschreibung in ein Paar Sachen nicht deutlich genug, zum Beispiel bei Zangengebiss, bei dem die Schneidezähne sich aufeinander stossen. Keine ausschliessende Fehler, aber eine Abweichung vom Scherengebiss – wie soll man das man beurteilen? Dann blau gestromte Farbe: Blau ist Fehfarbe, blau gestromft ist es nicht, obwohl beide Farben kommen von der gleichen Allele…

Posted by Diana On August - 12 - 2009 Magyar Agar Top News Rasse

VIDEO

TAGS